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Vertikale oder horizontale Holzfassade

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Horizontal und vertikal: der grundlegende Unterschied

Bei einer horizontalen Holzfassade verlaufen die Fassadenprofile von links nach rechts. Viele Systeme von Osmo sind für diese Richtung ausgelegt. Dazu gehören Rautenprofile, Black Stripe, Rautenleisten, PURE Rautenleisten und Cono. Je nach System entsteht eine geschlossene Fläche oder eine offene Optik mit sichtbaren Abständen zwischen den Leisten.

Bei einer vertikalen Holzfassade verlaufen die Profile von oben nach unten. Vertikal sind die Systeme Verto, Triple und Trio sowie Glattkantprofile. Einige Produkte sind flexibel einsetzbar: Rautenprofile und Profilhölzer können sowohl horizontal als auch vertikal montiert werden. Entscheidend ist deshalb nicht nur der Produktname, sondern die für das jeweilige Profil vorgesehene Montage.

Der Unterschied besteht somit nicht darin, dass eine Richtung grundsätzlich besser ist. Eine vertikale oder horizontale Holzfassade verbindet jeweils eine bestimmte architektonische Wirkung mit einem dazu passenden konstruktiven Aufbau. Vor der Auswahl sollte geklärt werden, welche Optik gewünscht ist und ob das bevorzugte Profil für die geplante Richtung geeignet ist.

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Optische Wirkung auf Höhe und Breite des Gebäudes

Die horizontale Verlegung lässt ein Gebäude optisch breiter erscheinen. Das kann besonders bei schmalen oder hohen Häusern, Garagen, Carports und Geräteschuppen vorteilhaft sein. Durch die waagerechten Linien wirkt die Fassade ruhig, gestreckt und klassisch. Je nach Profil lässt sich diese Wirkung harmonisch oder markant ausführen.

Eine vertikale Holzfassade betont dagegen die Höhe des Gebäudes. Sie kann ein Haus eleganter und moderner wirken lassen. Senkrechte Profile eignen sich daher für Projekte, bei denen eine klare, architektonisch geprägte Gestaltung gewünscht ist. Auch Teilflächen können vertikal betont werden, um einzelne Gebäudebereiche optisch hervorzuheben.

Welche Wirkung besser passt, hängt von den Proportionen und dem Stil des Hauses ab. Eine vertikale oder horizontale Holzfassade kann die vorhandene Architektur unterstreichen oder bewusst einen Kontrast schaffen. Bei der Entscheidung helfen Fassadenmuster, Referenzbilder und eine Betrachtung der gesamten Gebäudeansicht statt nur einer kleinen Materialprobe.

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Hinterlüftung, Traglattung und Konterlattung

Eine fachgerechte Hinterlüftung ist bei einer Holzfassade ein wichtiger Bestandteil der Konstruktion. Mehrere horizontal verlegte Systeme nennt Osmo eine vertikale Traglattung und eine Hinterlüftung ohne zusätzliche Konterlattung. Dazu gehören beispielsweise Rautenprofile, Black Stripe, Rautenleisten, PURE Rautenleisten und Cono.

Für eine vertikale Verlegung kann ein anderer Aufbau erforderlich sein.  Bei vertikal montiertem Profilholz ist ebenfalls eine Konterlattung vorgesehen. Der genaue Aufbau richtet sich daher nach dem ausgewählten Profil und den zugehörigen Montagevorgaben.

Aus diesen Angaben lässt sich nicht pauschal ableiten, dass eine vertikale oder horizontale Holzfassade immer günstiger oder schneller montiert wird. Benötigte Lattung, Befestigung, Fassadenfläche und gewähltes System bestimmen den Aufwand. 

Offene und geschlossene Fassadensysteme im Vergleich

MerkmalGeschlossene FassadensystemeOffene Fassadensysteme
AufbauProfile bilden eine weitgehend geschlossene Fläche, meist durch Nut-und-Feder-Verbindungen.Zwischen den einzelnen Fassadenleisten bleiben sichtbare Abstände.
Optische WirkungRuhiges, flächiges und geschlossenes Fassadenbild.Modernes, rhythmisches Fassadenbild mit sichtbaren Fugen.
BeispieleRautenprofil, Black Stripe, Cono, verschiedene ProfilhölzerRautenleisten, PURE Rautenleisten
HinterlüftungEine fachgerechte Hinterlüftung der Fassade ist erforderlich.Eine fachgerechte Hinterlüftung der Fassade ist erforderlich.
Schutz hinter der BekleidungDie geschlossene Profilfläche übernimmt einen wesentlichen Teil des Witterungsschutzes.Hinter den Leisten ist eine UV-beständige, diffusionsoffene Fassadenfolie bzw. Wandschalungsbahn vorgesehen.
BefestigungAbhängig vom Profil; beispielsweise kann verdeckt montiert werden.Abhängig vom jeweiligen Leistensystem und Aufbau.
Besonderheit Black StripeTechnisch ein geschlossenes System mit Nut-und-Feder-Verbindung und verdeckter Verschraubung. Die schwarz behandelte Feder erzeugt jedoch optisch den Eindruck einer offenen Schattenfuge.–

So treffen Sie die passende Wahl

Beginnen Sie bei der Planung mit der gewünschten Gebäudewirkung. Soll das Haus optisch breiter und ruhiger erscheinen, bietet sich eine horizontale Gestaltung an. Möchten Sie die Höhe betonen und eine moderne Linienführung schaffen, kann eine vertikale Holzfassade besser passen. Prüfen Sie anschließend, welche Profile für diese Richtung vorgesehen sind.

Entscheiden Sie danach zwischen einer offenen und einer geschlossenen Ausführung. Rautenleisten schaffen sichtbare Zwischenräume, während Rautenprofile und Profilhölzer eine geschlossene Fläche bilden. Berücksichtigen Sie außerdem, ob Schrauben sichtbar bleiben dürfen. Rautenleisten werden sichtbar verschraubt, während PURE Rautenleisten auch unsichtbar mit Fassadenklammern befestigt werden können.

Auch die Holzart gehört zur Entscheidung. Osmo führt unter anderem Nordische Fichte, Kanadische und Europäische Douglasie, Kanadische Lärche, Western Red Cedar sowie Thermoholz Fichte auf. Sie unterscheiden sich bei Dauerhaftigkeitsklasse, Verzug, Quell- und Schwindverhalten sowie Anstrichempfehlung. Die Verlegerichtung allein entscheidet daher nicht über Pflege und Beständigkeit.

Eine vertikale oder horizontale Holzfassade sollte immer als Gesamtsystem geplant werden. Profil, Holzart, Oberfläche, Unterkonstruktion, Befestigung und Zubehör müssen zusammenpassen. Eine fachkundige Beratung hilft dabei, die architektonischen Wünsche mit den technischen Anforderungen des konkreten Gebäudes zu verbinden.

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